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Eisenbahn

 Mein Hobby habe ich zum Teil zum Beruf gemacht. Mein Interesse gilt der Eisenbahn, insbesondere der geschichtlichen Entwicklung der Schienenfahrzeugtechnik bei der Deutschen Reichsbahn von der Gründung der DRG bis zum Zusammenschluß von DR und DB zur DB-AG 1994. Aber auch der zukünftigen Entwicklung von Schienenfahrzeugen bei der DB Regio, DB Fernverkehr, DB Cargo sowie bei ausländischen Bahnverwaltungen widme ich eine sehr große Aufmerksamkeit.

 
 
 
 

 

 Schnellzugdienst bei der Deutschen Reichsbahn

 

    

Mit drei ausgewählten Fotografien aus meiner eigenen Privatsammlung möchte ich einen kurzen Einblick in die Geschichte der Schnellzuglokomotiven und Schnelltriebwagen ,die bei der DR eingesetzt wurden, geben. Meine Fotosammlung aus eigenen Eisenbahn- Fotografien entstand in den Jahren 1987-1994. Ständig werden meine Seiten auch durch digitale Fotografien von der Eisenbahn aktualisiert und ergänzt.

 

 

 

Dampflok Baureihe 01Bauart: 2'C1'h2, 1.Baujahr: 1925.
01 137(ab 1970: 01 2137) Baujahr: 1935, Henschel & Sohn Kassel
(Schlepptender- Schnellzuglok)

Die Zweizylindermaschinen waren die ersten Schnellzuglokomotiven nach dem Einheitsprogramm der DR mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, ab Lok 01 102: 130 km/h. Die Lokomotiven bewährten sich gut und waren beim Personal beliebt.

 01 2137 in ihrem Heimat-Bw Dresden-Altstadt

 

 

VT 137 225Bauart: 2'Bo'2', Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h, Baujahr: 1935 WUMAG Görlitz, Kraftübertragung: dieselelektrisch.
 Dieser 2-teilige Dieseltriebwagen (Bauart Hamburg) wurde für den Schnellverkehr bei der DR gebaut. Grundlage für die Serien zweiteiliger SchnelltriebwagenVT 137 149 - 152 und VT 137 224 - 232 war der VT 877, bekannt als “Fliegender Hamburger”.
VT 137 225 im Bw Leipzig Hbf- Süd 

 

 

Elektrische Lokomotive Baureihe 112Bauart: Bo'Bo', Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h, Stundenleistung: 4220 kW bei 130 km/h, Stromsystem: Einphasenwechselstrom 15 kV AC, 16 2/3 Hz, Antrieb: Kegelringfederantrieb, Baujahr: 1992 Adtranz Hennigsdorf (ex. LEW, AEG- Schienenfahrzeugtechnik)
 
 Ellok 112 106 und VT 137 225 auf einer Fahrzeugausstellung im Bw Leipzig Hbf- West
 
Die bei der DR zuletzt beschafften modernen elektrischen Lokomotiven der BR 112.0 und 112.1 basieren, wie die Elloks der Baureihe 143 auf dem im damaligen VEB LEW Hennigsdorf gebauten Prototyp 212 001 (nach DB - Umnummerung 112 001), der 1982 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt wurde. Ab 1990 wurden insgesamt 129 Lokomotiven der Baureihen 112.0 und 112.1 an die DR und die DB geliefert. 
Diese Lokomotiven verfügen über ein leistungselektronisches Schaltwerk auf der Grundlage der Thyristorsteuerung sowie über
eine elektronische Fahrsteuerung. Die Loks der BR 112.1
(Lieferung ab 1992) haben gegenüber dem Prototyp veränderte Signalleuchten auf der Stirnwand. Die BR 112 war ursprünglich für 140 km/h konzipiert, die Höchstgeschwindigkeit wurde jedoch nach einigen Änderungen in der Elektronik auf 
160 km/h heraufgesetzt. Lauftechnisch machten 
sich hierdurch die an der BR 112.1 teilweise bereits nachgerüsteten Drehschwingungsdämpfer erforderlich, die
ebenfalls ein äußerlich auffallendes Merkmal darstellen. Desweiteren sind diese Triebfahrzeuge mit einer zeitmultiplexen Wendezug- und Doppeltraktionssteuerung (ZWS/ZDS) ,einer LZB- Anlage, elektronischen Fahrzielanzeige sowie mit anderen Baugruppen von S-Bahn- Lokomotiven ausgerüstet. Von Januar 1994 bis 2004 waren die Lokomotiven der Baureihe 112.1 (Baureihe 112) im Bh Berlin- Ostbahnhof der DB Reise & Touristik beheimatet und im IC- und IR-Verkehr bundesweit eingesetzt. Ab Dezember 2002 erfolgte der Einsatz auch in schnellfahrenden RE-Zügen der DB Regio. Seit 2004 gehören die Lokomotiven der Baureihe 112 zum Bestand der DB Regio und sind in verschiedenen Bh beheimatet, wo sie in RE- und IRE- Zügen eingesetzt werden. Die 38 Lokomotiven der Baureihe 112.0 sind für den Einsatz in schnellfahrenden RE- Zügen der DB Regio umgerüstet worden und seit 1999 im Bh Cottbus beheimatet. Der Einsatz erfolgt im Großraum Berlin. Seit April 2000 sind die Lokomotiven der BR 112.0 in Baureihe 114 umgezeichnet worden.





 

 Bedeutende Ereignisse bei der Eisenbahn in der Region um Dessau und Roßlau

  • 1840  Eröffnung der Strecke Dessau - Köthen. 
  • 1841  Eröffnung der Berlin - Anhaltischen Eisenbahn Köthen - Dessau - Roßlau - Coswig / Anh. - Lutherstadt Wittenberg - Jüterbog - Luckenwalde - Berlin. 

  • 1857  Eröffnung der Eisenbahnstrecke Dessau - Bitterfeld. 
  • 1863  Eröffnung der "Leopoldsbahn" Dessau - Roßlau - Zerbst. 
  • 1874  Weiterführung der Eisenbahnstrecke von Zerbst nach Magdeburg. 
  • 1894  Eröffnung der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn (Dessau Wörlitzer Bahnhof - Oranienbaum - Wörlitz). 
  • 1911  Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der Strecke Dessau - Bitterfeld, erste elektrifizierte Hauptstrecke in Deutschland. 
  • 1921  Eröffnung der Eisenbahnstrecke Roßlau - Jeber - Bergfrieden, Weiterführung bis Wiesenburg / Mark 1923. 
  • 1922  Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der seit 1914 elektrifizierten Strecke Dessau - Magdeburg. 
  • 1929  Aufnahme des Instandhaltungs - und Instandsetzungsbetriebes von elektrischen Lokomotiven im RAW Dessau. Das RAW Dessau war das erste  neuerrichtete  reine Ausbesserungswerk für elektrische Lokomotiven in Deutschland

  • 1945 Zerstörung der Bahnanlagen einschließlich Eisenbahnbrücken im 2. Weltkrieg, nach provisorischer Wiederherstellung Beginn der Demontage der Elektrifizierung auf der Strecke Leipzig - Dessau - Magdeburg und Abtransport der Anlagen und Triebfahrzeuge in die damalige Sowjetunion. 
  • 1955  Wiederaufnahnme des elektrischen Zugbetriebes bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR nach dem 2. Weltkrieg. Der erste Streckenabschnitt, der im September 1955 unter Fahrdraht wiedereröffnet wurde, war von Halle /S. nach Köthen. Zur Eröffnung fuhr ein Lokzug, der aus Elektrolokomotiven der Baureihe E44 bestand. Die Lokomotiven wurden im RAW Dessau für den Betriebsdienst wieder hergerichtet. Viele von den Lokomotiven mussten als Reparationsleistung ab Ende 1945 an die damalige Sowjetunion abgegeben werden und wurden ab 1952 wieder zurückgeführt. 
  • 1958 Wiederaufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der Eisenbahnstrecke Leipzig - Bitterfeld - Dessau - Roßlau. 
  • 1971 Inbetriebnahme der neu gebauten Eisenbahnbrücke über die Elbe in Roßlau. 
  • 1974 Wiederaufnahme des elektrischen Zugbetriebes zwischen Roßlau und Zerbst, weiter bis Magdeburg. 
  • 1979 50 Jahre RAW Dessau, 100 Jahre elektrische Lokomotiven. Würdigung dieser bedeutenden Ereignisse mit einem großen Festakt und einer großen Fahrzeugausstellung unter Beteiligung des Verkehrsmuseums Dresden mit historischen elektrischen Lokomotiven. 
  • 1985 Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der Strecke Roßlau - Lutherstadt Wittenberg. 
  • 1989 Ab 09. November war die ständige und mehrmalige Ausreise über die Grenzen zur BRD und nach West - Berlin möglich, womit der Fall der Berliner Mauer eingeleitet wurde. Das hatte für die Eisenbahn ein extrem hohes Fahrgastaufkommen in kürzester Zeit auf den Bahnstrecken in Richtung der deutsch-deutschen Grenze und nach Berlin zur Folge. Es wurden unter Ausnutzung aller Reserven zusätzliche Züge im grenzüberschreitenden Personenverkehr in einem noch nie dagewesenen Ausmaß eingesetzt. In Dessau betraf es den Eilzugverkehr auf der Linie Aschersleben - Berlin.
  • 1990 Erste Elloks der Baureihen 140 und 150 der Deutschen Bundesbahn waren zur Bedarfsausbesserung im RAW Dessau. Einrichtung von Fernverbindungen von Berlin nach München, Villach und Bozen über Dessau Hbf. 1. Juli: Währungsunion, 3. Oktober: Tag der deutschen Einheit.
  • 1994 Zusammenschluss von Reichsbahn (DR) und Bundesbahn (DB) zur Deutschen Bahn AG (DB - AG). Das RAW Dessau wurde als Ausbesserungswerk dem Unternehmensbereich Nahverkehr, später DB Regio zugeordnet. Es erfolgte die Instandhaltung der Ellok - Baureihen 110, 111, 112, 143. Die Elloks der Baureihe 143 wurden einem umfagreichen Umbauprogramm unterzogen. Es beinhaltete den Umbau für den S-Bahnbetrieb im Rhein - Ruhrgebiet und für verschiedene Ausführungen im Regionalbahnbetrieb entsprechend spezifischer Anforderungen der Bundesländer. Einrichung von Interregioverbindungen von und über Dessau Hbf nach Konstanz, Stralsund( Malmö) über Berlin, Aachen und Frankfurt /Main. 
  • 1998 ICE - Verbindung von Berlin über Dessau Hbf nach München.
  • 1999 Bahntag mit Tag der offenen Tür und Ellok - Ausstellung zum 70. Jahrestag des Bestehens des AW Dessau. Übernahme der Strecke der Dessau - Wörlitzer Eisenbahn durch die DVG (DVV Stadtwerke). Der Bahnbetrieb von Dessau nach Wörlitz über Oranienbaum erfolgte erst durch die Anhaltische Bahn - Gesellschaft (ABG), heute durch die Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft (DVE). Die Gleise und die Brücken über die Mulde und den Scholitzer See wurden erneuert. 
  • 2001 Schaffung eines Unternehmensbereiches Instandhaltung unter Einbeziehung aller AW bundesweit. Nach der Schließung der AW München- Freimann und Opladen und der Rückführung der Ellok- Baureihe 155 aus dem AW Cottbus wird das Werk Dessau alleiniger Ellok- Instandhalter für alle Baureihen der ehemaligen Reichsbahn und Bundesbahn sowie der an die DB-AG gelieferten Neubaulokomotiven der Baureihen 101,145, 146, 152, 185 und 189 aber auch für Lokomotiven von Privatbahngesellschaften. 
  • 2002 Die Hochwasserkatastrophe an Elbe und Mulde im August brachte den Eisenbahnverkehr zwischen Dessau - Halle / Leipzig und Berlin / Lutherstadt Wittenberg / Magdeburg vorübergehend zum Erliegen. Der Streckenabschnitt Jessnitz - Wolfen auf der Bahnstrecke Dessau - Halle / Leipzig war zeitweilig wegen Überflutung nicht befahrbar. Auf Grund der zu erwartenden bedrohlichen Pegelstände an der Elbe wurde die Strecke Dessau Hbf- Roßlau zeitweilig gesperrt. Durch Hochwasserschäden am Bahndamm war die Strecke Dessau Hbf - Roßlau bis zur Inbetriebnahme des neu gebauten Streckenabschnittes nur noch mit verringerter Höchstgeschwindigkeit befahrbar. 
  • 2004 Tag der offenen Tür und Ellok - Ausstellung zum 75. Jahrestag des Bestehens des AW Dessau.
  • 2005 Die Dessau- Wörlitzer Eisenbahn hatte 111 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fanden im September Sonderzugfahrten mit dem historischen Personenzug der Dampfzug - Betriebsgemeinschaft e.V. Loburg statt. Der historische Zug bestand aus preußischen Personenwagen und einem Packwagen aus der Zeit von 1910 bis 1936 und war mit einer Dampflokomotive der Bauart preußische T3 bespannt. 
  • 2008 Beginn des Neubaus der Strecke Dessau Hbf - Roßlau einschließlich Bahndamm und Brücken.
  • 2009 Festakt und Tag der offenen Tür mit Fahrzeugausstellung zum 80. Jahrestag des Bestehens des Werkes Dessau. Das Werk gehört heute zur DB Fahrzeuginstandhaltung und hat sich auch im stärkeren Maße in der Instandhaltung von Elloks auch für Bahngesellschaften anderer europäischer Länder profiliert. Beginn umfangreicher Sanierungsarbeiten am Dessauer Hauptbahnhof, die das Empfangsgebäude, Bahnsteige, sämtliche Gleisanlagen und die  komplette Fahrleitung betreffen. 
  • 2010  175 Jahre Eisenbahn in Deutschland
  • Oktober 2010 Inbetriebnahme des neu errichteten Streckenabschnitts zwischen Dessau Hbf und Roßlau/Elbe. Mit dem Neubau des Bahndamms einschließlich der Gleise und Fahrleitungsanlagen wurden auch die Brücke für die Muldeüberquerung und sämtliche Flutbrücken neu errichtet.
  • 2014  175 Jahre Leipzig - Dresdener Eisenbahn /120 Jahre Dessau - Wörlitzer Eisenbahn
  • 2017 Inbetriebnahme des modernsten Prüfzentrums in Europa für elektrische Mehrsystem - Lokomotiven  im Werk Dessau der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH.

 

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